Die Leserin Katja Czerwinski

Es ist soweit: Ein neues Buch liegt vor mir, das ich aufschlagen und entdecken, in das ich eintauchen kann. Ob Roman oder Sachbuch, ob hilfreicher Ratgeber oder eine wunderbare Geschichte zum Mitfiebern – jede Arbeit an diesem Buch hat sich gelohnt. Im ersten Moment denke ich nicht daran, wie das Buch entstanden ist, das ich gerade in den Händen halte. Zuerst ist es das Thema, die Sprache oder die Autorin, die mich interessieren.
Gleich danach bemerke ich aber, wie gut und flüssig sich der Text lesen lässt, wie gut die Gedanken aufeinander abgestimmt sind und wie passend sie durch Bilder und Grafiken ergänzt werden. Nichts hakt, nichts verwirrt mich. Beim Sachbuch kann ich mich auf die Infos verlassen, die ich lese – denn ob sie stimmen, hat ja schon eine engagierte Lektorin oder Redakteurin geprüft. In den Roman tauche ich tief ein, bin direkt in der Geschichte und fiebere mit den Protagonisten mit: der Text lädt mich dazu ein, hilft mir beim Verstehen und Folgen der Handlungsstränge; und dank der überlegten, lesefreundlichen Typografie werde ich auch nach 100 Seiten noch nicht müde. Schließlich bin ich dankbar: dankbar dafür, dass eine Autorin ihre Gedanken mit mir und vielen weiteren Menschen teilen wollte. Dafür, dass eine Verlegerin genau dieses Buch in die Welt bringen wollte; und dazu von einer Agentin gut beraten wurde. Dafür, dass so viele kompetente und begeisterte Unterstützerinnen im Verlag und in freier Mitarbeit ihre besonderen Fähigkeiten eingebracht haben, um ein stimmiges, fließend lesbares und einfach schönes Buch zu entwerfen.
Dankbar bin ich auch meiner Buchhändlerin, die genau wusste, dass es dieses Buch sein wird, dass mich mitreißen kann. Die Kritikerin inspiriert mich, neue Autorinnen und Themen zu entdecken und mich mit ihren Ideen auseinanderzusetzen. Gleiches gilt für die Festivalleiterinnen, die mir durch ihre kluge Auswahl neue Literaturerlebnisse bescheren – und mir ermöglichen, mich mit einer Autorin auch in persona auszutauschen. So viele Menschen wirken bei der Entstehung eines Buches mit. Von einigen kenne ich die Namen, von den meisten nicht. Und doch ist jede von ihnen unentbehrlich, weil dieses Buch ohne sie nicht existieren würde. Genau dann, wenn ich beim Lesen nicht merke, wie viel Arbeit, Mühe und gute Gedanken in ein Buch geflossen sind – genau dann weiß ich, wie gut das Buchorchester zusammenspielte, und welch professionelle Arbeit von allen daran Beteiligten geleistet wurde. Am Ende klingt alles harmonisch, das ganze Buchorchester spielt im Zusammenklang, zur Freude und zum Genuss aller Leser und Leserinnen. Was für ein Erlebnis!

Allen Beteiligten einen großen Applaus!

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